Vortrag mit Diskussion: Die saarländische Frankreichstrategie im Kontext der aktuellen deutsch-französischen Beziehungen

Gastreferent: Prof. Dr. Henrik Uterwedde (dfi Ludwigsburg)
22. Juli 2015, 18.30 Uhr, Villa Europa, Kohlweg 7, 66123 Saarbrücken

Mit den deutsch-französischen Beziehungen steht es nach dem Urteil vieler Beobachter momentan nicht zum Besten. Die unterschiedlichen Haltungen zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise und zur Austeritätspolitik, der Aufstieg des Nationalpopulismus und sinkende Lernerzahlen für die Partnersprache sprechen nicht unbedingt dafür, dass das deutsch-französische Tandem seiner vielbeschworenen Rolle als „Motor der europäischen Einigung“ momentan wirklich gerecht werden kann. In dieser Situation erscheint die von der saarländischen Landesregierung verfolgte Frankreichstrategie als mutiger Vorstoß. Können das Saarland und die Großregion zur Modellregion für die deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa werden oder wird die Frankreichstrategie am Ende an den Widerständen und Konflikten auf nationaler und europäischer Ebene scheitern?
Mit diesen Fragen wird sich der renommierte Frankreich-Experte Prof. Dr. Henrik Uterwedde (Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg) befassen und aufzeigen, welche Chancen und Risiken die aktuellen Entwicklungen im deutsch-französischen Verhältnis für die Frankreichstrategie bergen.
Der Vortrag dient als Auftakt für eine öffentliche Ringvorlesung zur Frankreichstrategie, die das Frankreichzentrum in Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Wintersemester 2015/2016 veranstaltet und die die verschiedenen Handlungsfelder der saarländisch-französischen Zusammenarbeit wissenschaftlich beleuchten wird.
Der Vortrag und die Ringvorlesung stehen unter der Schirmherrschaft der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

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